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HalbeHalbe

Das Projekt HalbeHalbe hat sich aus der Arbeit des Vereins Hoi Quote heraus entwickelt. Das Hauptziel des Projekts ist die Änderung der liechtensteinischen Landesverfassung mit dem klaren Bekenntnis zur Förderung des gleichen Zugangs von Frauen und Männern zu politischen Ämtern.

Grundsätzlich ist es zentrales Anliegen des Projektes, die politische Kultur des Landes ins Positive zu verändern.

Die Initiative ist bewusst auf Verfassungsebene angesiedelt und inhaltlich offen formuliert, um den politisch Verantwortlichen Gestaltungsmöglichkeiten zu geben. Den Initiativtext können Sie als PDF herunterladen.

Das Projekt

09. März 2017

Gründung Hoi Quote nach den Landtagswahlen und dem desaströsen Abschneiden der Frauen.

30. März 2017

„Hoi Quote“ begleitete die Landtagseröffnung mit der Verteilung von Buttons „Quotenmann“ und „Quotenfrau“. Etwa 100 Personen fanden sich vor dem Landtagsgebäude ein.

05. Juni 2017

Einreichung eines Berichtes zuhanden des UNO-Menschenrechtsausschusses zusammen mit den „Frauen in guter Verfassung“, um auf die Problematik der Unterrepräsentanz und der geringen Wahlchancen von Frauen in der Politik hinzuweisen.

12. September 2017

Einreichung einer Petition mit dem Titel „Wann wird 20 Jahre alter Regierungsentscheid endlich umgesetzt?“ Die Petition wurde knapp an die Regierung überwiesen.

13. September 2017

Die Veranstaltungsreihe „Zeit für Liechtenstein“ der VU befasste sich mit dem Quotenthema unter dem Titel: „Alternativen zu einer Quote?“ Mit Gastreferent Florian Grotz und Corina Vogt-Beck als Podiumsteilnehmerin.

21. September 2017

Vorträge und Podiumsdiskussion „Braucht Liechtenstein eine Quote“ mit Zita Küng und Regula Stämpfli und den Parteipräsidenten aller Parteien im Rathaussaal Vaduz.

02. November 2017

Treffen mit dem Landesvorstand der FBP. Kurzvorträge und Podiumsgespräch mit Wilfried Marxer, Daniel Oehry und Moderator Marcus Vogt zum Thema Geschlechterquote.

13. Januar 2018

Strategiesitzung des Vorstands mit der Grundsatzentscheidung, dass ein politischer Vorstoss durchgeführt werden soll.

15. März 2018

Wir empfehlen in unserer Stellungnahme zum „Vernehmlassungsbericht betreffend die Teilrevision des Gesetzes über die Ausrichtung von Beiträgen an die politischen Parteien“, die Parteienfinanzierung an die Beteiligung der Frauen innerhalb der Parteien zu koppeln. Das Frauennetz sowie die Infra reichten ebenfalls eine Stellungnahme ein.

09. Juni 2018

Beteiligung am Berichtsverfahren Liechtensteins zur Umsetzung der Frauenrechtskonvention in Liechtenstein (CEDAW). Es wurden drei Schattenberichte zuhanden des CEDAW-Ausschusses eingereicht, einer davon war der gemeinsame Bericht des Frauennetzes mit den Vereinen Hoi Quote, Frauen in guter Verfassung, LANV Sektion Frauen, infra und das Frauenhaus Liechtenstein.

20. Juni 2018

Erstes Treffen mit Schwärzler Anwälten – Helmut Schwärzler und Sabine Dorn – in Bezug auf einen politischer Vorstoss.

27. Juni 2018

Pressekonferenz zur Beteiligung der NGO bei CEDAW-Länderbericht 2018.

27. Juni 2018

Erstes Treffen mit Peter Metzinger, Helmut Schwärzler, Conny Büchel Brühwiler und Corina Vogt-Beck in Zürich. Einige Workshops betreffend Kampagnenarbeit werden folgen.

02. Juli 2018

NGO-Hearing betreffend den CEDAW-Länderbericht am Sitz der UNO in Genf: Einige Tage vor der Anhörung der offiziellen Vertreterinnen Liechtensteins fand ein Treffen der Expertinnen mit Vertreterinnen der NGOs statt. Corina Vogt-Beck nahm unter anderem teil.

02. Oktober 2018

Fokusgruppendiskussion in der Specki.

08. März 2019

Tag der Frau mit einer grossen Veranstaltung „Gegen Stillstand in der Gleichstellungspolitik“ im Rathaussaal in Schaan. Organisatorin ist das Frauennetz, Corina Vogt-Beck gibt ein Statement für „Hoi Quote“ ab.

24. März 2019

Gemeinderatswahlen in Liechtenstein. Die Frauen schneiden sehr erfolgreich ab.

14. Juni 2019

Frauenstreiktag, Kundgebung auf dem Peter-Kaiser-Platz, Überreichung des Manifests und anschliessendes Fest.

21. August

Ankündigung der Initiative "HalbeHalbe".

Die InitiantInnen

"Gesellschaftliche Verkrustungen müssen aufgelöst werden. Es gehören mehr Frauen in politische Gremien."



"Ich engagiere mich im Initiativkomitee, weil diese Bemühungen zur Vereinbarkeit von Familie und politischem Engagement Hand in Hand gehen mit denjenigen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf."

"Eine stärkere Vertretung von Frauen in politischen Gremien wird unsere Gesellschaft positiv verändern."




"Ich engagiere mich im Initiativkomitee, weil ich für Gleichberechtigung auch auf der politischen Ebene bin."

"Das Initiativbegehren 'Halbe Halbe' ist für Liechtenstein besser als eine verbindliche 50:50 Quote."

"Die Initiative ist ein wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft."

Medien

Fragen & Antworten

Die Förderung einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern in politischen Gremien.

Die InitiantInnen haben sich bewusst für eine offene Formulierung entschieden, um der Regierung, den Landtagsabgeordneten sowie den politischen Organisationen bei der Umsetzung genügend Gestaltungsspielraum zu lassen. Die Forderung nach der Förderung einer ausgewogenen Vertretung von Frauen und Männern im Verfassungsrang beinhaltet aber ebenso die Verpflichtung, dies auch umzusetzen.
Der Verfassungszusatz, eine ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in politischen Grmeien zu fördern, ergänzt die in der Verfassung verankerte Gleichstellung und ist desbezüglich um einiges klarer und verbindlicher.

Die Forderung nach Gleichstellung allein war für die Politik bisher etwas, was man nicht aktiv als Ziel verfolgen musste. Die Aufforderung, eine ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern zu fördern, ist um einiges klarer und verbindlicher.

Der Verfassungsartikel beinhaltet die Aufforderung an die Regierung, den Landtag als das gesetzgebende Organ sowie politische Gremien, mit geeignete Massnahmen die ausgewogene Vertretung von Frauen und Männern in politischen Gremien zu fördern. Diese Massnahmen können vielfältig sowie temporärer oder permanenter Art sein.

Es ist im Interesse unserer ganzen Gesellschaft, dass beide Geschlechter in der Politik adäquat vertreten sind. Dein Beitrag dazu kann z.B. darin liegen, dieser Initiative im Fall einer Volksabstimmung zuzustimmen, und bei den nächsten Landtagswahlen darauf zu achten, ob sich auf Deinem Stimmzettel ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern findet.

Aus der Arbeit von Hoi Quote entwickelte sich dieses Projekt, um endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Der Verein Hoi Quote nimmt daher von der Forderung einer Quote Abstand und unterstützt und begleitet diese Initiative.

Die seit 1992 gültige formale Gleichberechtigung und Gleichbehandlung bestreitet niemand. Die Initiative will bestehende Rahmenbedingungen so anpassen, dass das gesellschaftliche Verhältnis in den politischen Gremien auch faktisch in etwa abgebildet wird und strukturelle Ungleichheiten, die heute zweifelsohne immer noch für eine Verzerrung sorgen, endlich eliminiert werden.

Die Verfassungsergänzung ist ein Auftrag an Regierung, Landtag und politische Gremien. Das Initiativkomitee geht nicht davon aus, dass diese einem solchen nicht nachkommen würden.

Die Initiative hat zum Ziel, die gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen für eine ausgewogenere Vertretung von Frauen und Männern in politischen Gremien zu fördern. Dies ist der Bereich, in dem wir als Gesellschaft etwas bewirken sollten. Auf Aussagen zur wirtschaftspolitischen Stossrichtung wird in der Initiative bewusst verzichtet, zumal die Sensibilisierung für diese Thematik in vielen Betrieben bereits vorhanden ist.